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Unser neuer (alter) Trainer stellt sich den Fragen von Bayern Alzenau TV

Im Interview steht unser Trainer Angelo Barletta zum Start der Abstiegsrunde in der Hessenliga Rede und Antwort. Angelo geht dabei u.a. auf die Vorbereitungsphase, seine Einschätzung des Teams sowie seine Sicht auf die Perspektiven der weiteren Entwicklung der Mannschaft ein.

Hallo Angelo, schön, dass du Dir zum Start in die Abstiegsrunde Zeit für ein Interview nimmst. Du bist jetzt seit gut 50 Tagen wieder bei uns tätig. Wie würdest du denn diese Zeit beschreiben?

Ich hatte keine großen Anlaufschwierigkeiten und bin bisher sehr zufrieden, auch das Bauchgefühl stimmte von Anfang an, was für mich sehr wichtig ist. Nun bleibt aber sehr viel zu tun, um unsere Mission „Klassenerhalt“ zu erfüllen.

Hat sich denn viel verändert in der Zeit, in der du weg gewesen bist?

Infrastrukturell und bei den im Verein handelnden Personen hat sich aus meiner Sicht nichts verändert, da kenne ich alles und alle noch (ich war ja auch nicht so lange weg). Was nun natürlich komplett anders ist, ist der Kader – bis auf Marcel Wilke, Luca Bergmann und Tim Grünewald (der damals in der U19 war) ist kein Spieler aus meiner ersten Zeit mehr hier. Ich sehe darin aber kein Problem, denn im Fußballgeschäft kennt man sich ja, und in der Vorbereitung haben mich die Spieler nun auch kennengelernt (lacht).

Stichwort Vorbereitung: unter deiner Regie hat die Mannschaft 10 Testspiele absolviert. Wie fällt denn diesbezüglich dein Fazit aus?

Sehr positiv und ich bin glücklich darüber, dass wir aus den Vorbereitungsspielen viele Erkenntnisse (auch aus den schlechteren Auftritten wie gegen Schweinfurt und Gronau) gewinnen konnten. Man darf die Testspiele aber nicht überbewerten, ab jetzt zählt es mit den Punktspielen in der Abstiegsrunde. Wir haben eine sehr wissbegierige junge Mannschaft mit sehr lieben und charakterstarken Jungs. Ich versuche, der Mannschaft neben den fußballerischen Elementen auch einige Ecken und Kanten mit auf den Weg zu geben, denn mit zu braven Auftritten werden wir in der Abstiegsrunde nur schwer Punkte gewinnen können. Mit unserem Kader und auch mit den Neuzugängen bin ich sehr zufrieden.

Mit den Weggängen von Peter Sprung und Mingi Kang stehen uns die gesetzten Stürmer der Hinrunde nicht mehr zur Verfügung. Wie sieht denn dein Ansatz aus, dies zu kompensieren?

Natürlich waren Peter und Mingi Ankerpunkte des Teams, ganz klar. Wir sind diesbezüglich noch am Experimentieren und probieren verschiedene Varianten aus. Ich bin aber guter Dinge, dass wir auch in der Offensive eine gute Mischung hinbekommen werden.

Wie beurteilst du unsere Ausgangsposition in der Abstiegsrunde?

Wir stehen dadurch, dass wir mit 20 Punkten in der Abstiegsrunde starten können, natürlich zunächst einmal sehr gut da. Dieses vermeintliche Punktepolster kann aber auch trügerisch sein, weil man sich dadurch evtl. in falscher Sicherheit wiegt. Wir müssen deshalb von Anfang an sehr fokussiert sein und rigoros darangehen, gleich zu punkten.

Deine Rolle wird nun über die Trainertätigkeit der 1. Mannschaft hinausgehen und u.a. auch in die Jugendarbeit hineinreichen. Was ist denn da konkret angedacht?

Unser Grundgedanke ist, dass sich die Spieler mit dem Verein identifizieren und dem Verein längerfristig verbunden bleiben sollen. Wir wollen daher bereits frühzeitig im Jugendbereich, ggf. bereits in der U17 startend, selektiv Nachwuchsakteuren Perspektiven hinsichtlich der 1. Mannschaft aufzeigen, sie entwickeln und ihnen die Möglichkeit geben, sich bei uns zu entfalten. Auch bei Neuverpflichtungen von Spielern sind wir bestrebt, dass diese möglichst längerfristig bei uns bleiben werden. Natürlich wird es aber auch zukünftig sicher ab und an Akteure geben, die über uns als Sprungbrett den Schritt in die Regionalliga oder sogar darüber hinaus machen und uns daher nach ein oder zwei Spielzeiten wieder verlassen werden.

Welche Entwicklung wird aus deiner Sicht für die 1. Mannschaft sportlich in den nächsten Jahren möglich sein?

Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr ehrgeizig und motiviert bin. Kurzfristig gilt es nun erst einmal alles daran zu setzen, unbedingt den Klassenerhalt in der Hessenliga zu schaffen. Danach wollen wir uns Stück für Stück so entwickeln, dass wir eine gefestigte Mannschaft haben mit Spielern, die sich längerfristig mit dem Verein identifizieren. Irgendwann können wir dann vielleicht auch mal wieder von etwas Größerem träumen.

Lieber Angelo, Attacke Alzenau dankt dir recht herzlich für das Gespräch und wünscht dir sowie der ganzen Mannschaft, dem ganzen Umfeld sowie allen unseren treuen Fans viel Erfolg für die nun startende Abstiegsrunde.

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