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Nachbar mit wechselhafter Vergangenheit

Der FSV Frankfurt ist ein Sportverein in Frankfurt am Main. Der 1899 gegründete Klub aus dem Stadtteil Bornheim gehört zu den traditionsreichsten Sportvereinen in Hessen. Spielstätte ist die PSD Bank Arena am Bornheimer Hang. Vor dem Zweiten Weltkrieg nahm der FSV an mehreren Endrunden um die deutsche Meisterschaft teil und erreichte ein Meisterschafts- (1925) sowie ein Pokalfinale (1938). Seit der Saison 2017/18 spielt der Verein in der Regionalliga Südwest.

Im Jahr 1931 wurde der Umzug von der Seckbacher Sportanlage an den „Bornheimer Hang“, bis heute Spielstätte der Bornheimer, vollzogen. Zwei Jahre darauf folgte mit dem erstmaligen Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft 1933 durch ein 1:0 im Endspiel gegen 1860 München am 30. April 1933 ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Im selben Jahr erfolgte eine grundlegende Neuorganisation im deutschen Fußball. Sämtliche bestehenden Regionalverbände lösten sich auf Druck der Nationalsozialisten auf, und die Ligastruktur wurde mit der Schaffung von 16 Gauligen als oberste Spielklassen neu organisiert. Die Spitzenvereine aus dem Rhein-Main-Gebiet wurden in die Gauliga Südwest/Mainhessen eingeteilt. Als Frankfurter Vertreter waren der FSV und die Eintracht Gründungsmitglieder.

Bis zum Jahr 2006 pendelte der Verein mehrmals zwischen den Profi- und Amateurligen. Den letzten großen Aufschwung erlebten die Blau-Schwarzen vor 13 Jahren.

Nach mehrmaligem knappen Scheitern sollte ab der Saison 2006/07 die langersehnte Rückkehr in den Profifußball  endlich gelingen. Tomas Oral, der lange Jahre für den FSV als Spieler aktiv gewesen war und anschließend die zweite Mannschaft trainiert hatte, übernahm den Trainerposten. Nach einer fulminanten Vorrunde mit 16 Siegen und nur einem Unentschieden ließ sich der FSV in dieser Saison den ersten Platz in der Rückrunde nicht mehr nehmen, sicherte sich frühzeitig den Meistertitel und stand als Aufsteiger in die Regionalliga Süd fest.

In der Saison 2007/08 ging es in erster Linie darum, sich für die 3. Liga zu qualifizieren, die im folgenden Jahr als neue Profiklasse eingeführt werden sollte. Zur Überraschung vieler Experten erreichten die Bornheimer einen Aufstiegsplatz und stiegen in die Zweite Liga auf. Wie 1994 gelang somit quasi das „Überspringen“ einer Spielklasse.

Der FSV Frankfurt konnte zudem den Autohersteller Hyundai sowie die Frankfurter Volksbank als neue Hauptsponsoren gewinnen. Im November 2007 begann der Neubau der Spielstätte am Bornheimer Hang (heute PSD Bank Arena). Das Stadion entstand in einer Bauzeit von rund einem Jahr; es bietet ein für die neue 3. Liga ausgelegtes Fassungsvermögen von 10.300 Zuschauerplätzen, bei einem (inzwischen bereits erfolgten) Aufstieg des Vereins in die 2. Bundesliga könnte es auf 15.000 Plätze erweitert werden. Um den Auflagen des DFB für die Zweite Liga zu entsprechen, trug der FSV alle Heimspiele sowie die Partien im DFB-Pokal der Saison 2008/09 in der 51.500 Zuschauer fassenden Frankfurter Commerzbank-Arena aus.

Auf den ersten Sieg im Profifußball nach zwölf Jahren Abstinenz mussten die FSV-Anhänger bis zum 5. Spieltag warten, darauf folgte jedoch Niederlage auf Niederlage. Am 8. Spieltag belegten die Bornheimer erstmals den letzten Tabellenplatz, und erst am letzten Spieltag der Vorrunde gelang gegen den FC St. Pauli der zweite Saisonsieg. Im neuen Jahr folgte einem 4:0-Auftakterfolg gegen Rot Weiss Ahlen der erste Auswärtssieg in Koblenz, wodurch der FSV erstmals seit Monaten wieder einen Nichtabstiegsplatz belegte. Durch eine Serie von vier Spielen ohne Niederlage wurde im Februar 2009 der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt, der allerdings erst nach dem letzten Spieltag feststand.

Die Spielzeit 2012/13 war für den FSV Frankfurt die erfolgreichste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte. Im Gegensatz zu den Vorjahren hatte man frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun und konnte sich konstant im oberen Drittel der Tabelle halten. Der FSV blieb in den ersten sieben Spielen ungeschlagen. Im DFB-Pokal erreichte er die zweite Runde, in der er gegen den VfL Wolfsburg ausschied. Nach der Hinrunde stand er auf Platz 8 und es sah zunächst nach einer Saison im Niemandsland der Tabelle aus. Nach einem durchwachsenen Start spielten die Bornheimer eine überraschend konstante Rückrunde. Bis zum 31. Spieltag war sogar der Relegationsplatz in Reichweite. Im direkten Duell gegen den drittplatzierten 1. FC Kaiserslautern musste man sich jedoch den Pfälzern geschlagen geben und beendete die Saison auf Platz 4.

Die Spielzeit 2014/15 verlief für den FSV turbulent. Nachdem man im ersten Saisondrittel Dauergast auf den Abstiegsrängen gewesen war, etablierte man sich zur Winterpause im Mittelfeld. In der Rückrunde fanden sich die Frankfurter jedoch einen Spieltag vor Saisonende auf dem Relegationsplatz wieder. Benno Möhlmann wurde wenige Tage vor dem entscheidenden letzten Spieltag entlassen und von Tomas Oral beerbt. Das letzte Spiel gewann der FSV bei Fortuna Düsseldorf mit 3:2 und sicherte so die Klasse.

Die folgende Saison 2015/16 gestaltete der FSV Frankfurt zunächst erfolgreich, er holte in der Hinrunde 22 Punkte. Allerdings konnte nach einer katastrophalen Rückrunde (10 Punkte aus 17 Spielen) die Klasse nicht gehalten werden. Mit den meisten Gegentoren der Liga[10] und als schlechteste Heimmannschaft stieg der FSV als Tabellensiebzehnter in die 3. Liga ab.

Die Drittligasaison 2016/17 konnte nicht erfolgreich gestaltet werden. Am 11. April 2017 beantragte die Fußball-GmbH die Insolvenz. Am 26. Spieltag (10.–12. März 2017) fiel die Mannschaft auf einen Abstiegsplatz und konnte sich danach nicht mehr auf einen Nichtabstiegplatz verbessern. Am 37. Spieltag, am 13. Mai 2017, stand der Abstieg in die Regionalliga Südwest rechnerisch fest.

In der Regionalliga-Saison 2017/18 belegte der FSV Frankfurt Tabellenplatz 14 und konnte sich dadurch nur knapp mit zwei Punkten Vorsprung vor den Abstiegsrängen halten.

In der Saison 2018/2019 konnte der FSV durch einen 5:1 Erfolg gegen den SC Hessen Dreieich am 32. Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen. Zuvor wurde am 13. April 2019 Alexander Conrad beurlaubt, nach dem der FSV nach 4 Niederlagen in Serie in akute Abstiegsgefahr geraten war. Der sportliche Leiter Thomas Brendel übernahm den Posten als Interimstrainer. Somit spielt der FSV Frankfurt auch in der Saison 2019/2020 in der Fußball-Regionalliga Südwest.

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