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FC Bayern Alzenau

Unser zweite Mannschaft mit gelungener Hinrunde, motiviert und mit Ambitionen in die Rückrunde

Vor der Saison war es einer der größten Streitpunkte im Kreis Gelnhausen, als wir beschlossen eine zweite Mannschaft unter dem Trainergespann Nico Wegmann und Jogi Hock neu zu formieren und vom Kreis die Starterlaubnis für die A-Liga bekamen. Vielen Vereinen im Gelnhäuser Kreis passte diese "Vorzugsbehandlung" nicht und es wurde arg diskutiert. Nichtsdestotrotz blieb es am Ende bei der Entscheidung und wir durften als Bayern Alzenau 2 A-Liga Gelnhausen antreten. Und das, rückblickend auf die Hinrunde, auch sehr erfolgreich.

Im Gespräch mit Trainer Nico Wegmann, der mit 22 Jahren im ersten Trainerjahr steckt, haben wir für euch erfahren, welche Eindrücke er vom Trainergeschäft bislang sammeln konnte und welche Ziele er sich für seine Mannschaft in der Rückrunde vorgenommen hat.

Hi Nico, wie war die Hinrunde aus deiner Sicht? Bist du zufrieden? Was waren die Highlights der bisherigen Spielzeit?

Ich denke mit der Hinrunde können wir sehr zufrieden sein! Wir haben von 57 möglichen Punkten 51 erreicht. Auch wenn es „nur“ die Kreisliga A ist, muss man es erst einmal schaffen, die Leistung Woche für Woche auf den Platz zu bringen und die Punkte einzufahren. Dass wir das trotz des teilweise großen Verletzungspechs geschafft haben, zeigt, dass wir eine intakte Mannschaft sind. Auch mit der Einstellung und dem Einsatz der Jungs im Training bin ich sehr zufrieden.

Auf gewisse Art und Weise hatten alle unserer bisherigen Spiele irgendetwas Besonderes. In besonderer Erinnerung bleiben mir aber vor allem zwei Spiele: Zum einen das Finale des Hahnenkammturniers gegen Viktoria Kahl. Ich stand 90 Minuten mit dem Hessenligateam auf dem Platz, wir gewannen das Spiel deutlich mit 4:1 und es war das erste Spiel seit langer Zeit, das ich wieder mit meinen sehr guten Kumpels Elias Niesigk und Dennis Kallina und meinem Bruder Luca bestritten habe.

Zum anderen das Spitzenspiel gegen Rothenbergen. Wir hatten das Spiel von Beginn an voll im Griff und gingen sehr schnell in Führung. In dieser Partie haben wir zum ersten Mal gezeigt, was wir in der Lage sind zu leisten. Dieses 9:1 gegen den zu diesem Zeitpunkt souveränen Tabellenführer hat uns enorm viel Selbstvertrauen gegeben.

Nico, du bist seit rund zweieinhalb Jahren Trainer. Alzenau ist deine erste Station im Herrenbereich, wie war deine erste Zeit als Spielertrainer?

Das erste halbe Jahr war wirklich großartig und sehr spannend. Mir macht es enorm Spaß mit den Jungs zu arbeiten, ihnen Trainingsinhalte zu vermitteln und dabei auch noch gemeinsam mit ihnen auf dem Platz zu stehen. Auch die Spiele erlebt man als Spielertrainer völlig neu: man verspürt etwas mehr Druck, man hat deutlich mehr Verantwortung auf und um den Platz, man macht sich viel mehr Gedanken vor und nach einem Spiel und man sollte in jeder Situation ein Vorbild für die Mannschaft sein. Neben all diesen Punkten ist es wichtig, seine eigene Leistung nicht zu vernachlässigen. Das sind die Punkte, die die Aufgabe als Spielertrainer für mich so attraktiv machen.

Gibt es Dinge, die du im Nachhinein anders machen würdest?

Sicher gibt es Dinge, die ich im Nachhinein vielleicht anders angegangen wäre, spontan fällt mir hier aber ehrlichgesagt gerade nichts ein (lacht). Spaß! Ich denke als Trainer ist es wie im richtigen Leben auch: Man lernt nie aus. Dessen sollte man sich bewusst sein. Ist man stets selbstkritisch und offen für Neues, kann man sich weiterentwickeln. Das beste Beispiel ist Jupp Heynckes, einer der erfahrensten Trainer im Fußballgeschäft, der sich im Laufe der Jahre stets an die Trends des modernen Fußballs angepasst hat.

Lässt du dich von anderen Trainern inspirieren? Welche Trainer haben dich am meisten geprägt?

Wie schon gesagt, erachte ich es als sehr wichtig, stets offen für neue Ideen zu sein. Deshalb lese ich sehr viel, schaue mir oft Spiele an und tausche mich oft mit anderen Trainerkollegen aus. Gerade deshalb freue ich mich auf die Zeit in Leipzig.

Geprägt haben mich während meiner Laufbahn vor allem vier Stationen: Mein Jugendtrainer in Westerngrund, Heiko Kunze, hat mich bereits in der Jugend in seine Entscheidungen einbezogen. Wahrscheinlich kam daher die Begeisterung als Trainer zu arbeiten. Während meiner Jugendzeit in Alzenau habe ich vor allem von Harry Ritonja zusammen mit seinem Co-Trainer Detlef Franz gelernt, wie wichtig es für den Erfolg ist, das gesamte Team einzubeziehen. Die beiden wussten es einfach alle Mann zu motivieren. Mit am meisten hat mich mein Trainerkollege Frank Illing, mit dem ich zusammen die Regionalauswahl Frankfurt trainiere, geprägt. Von ihm habe ich sehr viel in Sachen Organisation, Professionalität, Taktik und Trainingsarbeit gelernt. Das hat meine Sicht auf den Fußball komplett verändert. Während der Vorrunde hatte ich dann die Möglichkeit dem Trainerteam Barletta/Bochow/Naaß über die Schulter zu schauen. In dieser Zeit habe ich noch einmal extrem viel gelernt. Hier haben mich vor allem die Ausstrahlung auf dem Platz, die Art und Weise ein Training zu leiten, die Spielidee, die Mannschaftsführung und die Ansprachen zum Team unglaublich beeindruckt. Diese Zeit hat mich den Fußball und das Trainergeschäft noch einmal mit anderen Augen sehen lassen.                                                                                   

Was sind deine persönlichen Ziele als Trainer für die kommenden Jahre?

Ich bin noch sehr jung, man wird sehen wo der Weg hingeht. Der Fußball ist sehr schnelllebig, deshalb ist es schwer etwas vorherzusagen. Klar ist für mich, dass ich auch in den kommenden Jahren sehr gerne als Trainer tätig sein möchte. Im Februar werde ich meine DFB-Elite-Jugend Lizenz in Leipzig machen, um mich weiter fortzubilden. In einem Interview eines Jugendtrainers von Hannover 96 habe ich ein schönes Motto gelesen: „Ich möchte der beste Trainer werden, der ich selbst sein kann!“. Das ist auch mein Anspruch, das Beste aus mir herauszuholen.

Momentan zählt für mich aber vor allem die Rückrunde. Wir haben uns in den ersten 19 Spielen eine top Ausgangslage erarbeitet, die wir mit dem Aufstieg krönen wollen. Gerne würde ich dann im nächsten Jahr mit den Jungs die Kreisoberliga aufmischen (lacht).

Wie tickt eure Mannschaft? Gibt es Neuzugänge oder Spieler, die den Verein im Winter verlassen? Welches Potenzial hat die Mannschaft?

Wir sind eine sehr junge und talentierte Mannschaft, mit einem starken Zusammenhalt innerhalb der Truppe. So konnten wir vor der Runde alle Mann aus der Verbandsliga-A-Jugend halten und ehemalige Spieler wie Tobi Müller oder Tom Tuchscherer zurück nach Alzenau geholt. Dieser Zusammenhalt, die Stimmung im Team und die vielen Freundschaften untereinander sind unser großes Plus. Zudem sind die Jungs sehr motiviert und wollen sich stets verbessern. Deshalb trainieren wir auch dreimal die Woche.

Abgänge haben wir keine, was zeigt, dass sich die Spieler wohlfühlen. Neu im Team sind Yaya Seye, der aus dem A-Jugend-Hessenliga Kader zu uns kommt, und Abib Ndyaye.

Welche Spieler haben Potenzial für die erste Mannschaft?

Ich traue vielen Jungs, wenn sie verletzungsfrei und topfit sind, durchaus einen Platz im Kader des Hessenligateams zu. Schon allein durch die jahrelange, gute Ausbildung haben sie viele Voraussetzungen erfüllt, um im Kader des Hessenligateams zu stehen. Man darf jedoch nicht vergessen, welch enorme Qualität und Erfahrung in unserer ersten Mannschaft vorhanden ist. Trotzdem bekommt jeder Spieler von Angelo und Dennis die Chance, sich im Training zu zeigen. So haben fast alle im Laufe der Vorrunde Trainingseinheiten bei der ersten Mannschaft mitmachen dürfen und neue Eindrücke gewinnen können. Auch ich war schon viele Trainingseinheiten bei der ersten Mannschaft dabei, was mich enorm weitergebracht hat. Trotzdem ist es vor allem für junge Spieler sehr wichtig regelmäßig Einsätze in Pflichtspielen zu bekommen. Nur so können sie Erfahrungen sammeln und sich weiterzuentwickeln. Ich glaube gerade die Kombination, Einsatzzeiten in der U23 zu bekommen und als zusätzlichen Anreiz das Training in der ersten Mannschaft zu haben, ist für junge Talente sehr attraktiv. Jeder Spieler, der bei uns konstant seine Topleistung zeigt, wird mit Einheiten in der Hessenligamannschaft belohnt. Jogi und ich stehen in engem Kontakt zu Angelo und Dennis und wir tauschen uns oft aus.

In der Vorrunde haben vor allem Felix Piecyk, Emre Simsek vor seiner Operation und Luca Wegmann regelmäßig in der ersten Mannschaft mittrainiert.

Was sind deine Ziele für die Rückrunde?

Wir wollen uns als Mannschaft weiter verbessern und auch in der Rückrunde einen schönen und erfolgreichen Fußball spielen. Wir wollen uns die Ausgangslage nicht mehr nehmen lassen und den Aufstieg in die Kreisoberliga, am liebsten als Meister, schaffen. Das wird noch einmal ein hartes Stück Arbeit, denn die Konkurrenz mit Bieber und Wirtheim punkten konstant, Wächtersbach hat sich im Verlauf der Vorrunde gefangen und den Anschluss an die vorderen Plätze geschafft und auch mit Rothenbergen ist sicherlich weiterhin zu rechnen. Es wird bis zum Schluss ein enges Rennen in dem man sich nahezu keine Fehler erlauben darf. Doch dessen sind wir uns bewusst und sind hochmotiviert. Dass die Jungs mit solchen Situationen umgehen können, haben sie in der letzten Saison ja schon bewiesen.

Vermisst du den SVA?

Ich hatte eine schöne Zeit in Altenmittlau und habe dort viele Freundschaften geschlossen. Mit vielen stehe ich auch jetzt noch in regelmäßigem Kontakt, was mich sehr freut. Auch das Umfeld und die Vereinsführung in Altenmittlau ist toll, deshalb bin ich noch ab und zu in Altenmittlau. Doch ich habe in Alzenau keinen Grund etwas zu vermissen. Trotz aller Kritik, die gelegentlich aufkommt, haben wir in Alzenau ein tolles Umfeld, in dem man sich sehr wohl fühlt. Die Vorstandschaft steht hinter uns und unterstützt uns in allen Belangen. Die Trainingsbedingungen in Alzenau sind mit 2 Rasenplätzen und einem Kunstrasenplatz überragend. Wir trainieren und spielen nahezu ausschließlich auf einem top gepflegten Rasen. Das Team ist, wie bereits erwähnt, jung und absolut intakt. Was will man denn als Fußballer und Trainer mehr (lacht).

 

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