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Nachwuchs-Statuten nun nur noch eine Farce

Auch wenn die letzten Jahre, mit dem Abstieg von der 2. Bundesliga bis hinab in die Regionalliga sportlich nicht gerade zu den Besten in der Historie des FSV Frankfurt zählen, muss man vor der Findigkeit derer Funktionäre beim Umschiffen von DFB-Regularien den Hut ziehen.

Die zum Schutze deutscher Nachwuchsspieler eingeführte U23 Regelung, wonach jeder Verein ab der Regionalliga ein gewisse Mindestanzahl an Spieler, die auch für die deutsche U23 Nationalmannschaft spielberechtigt wären im Kader, bzw. auf dem Spielberichtsbogen des jeweiligen Spieles zu melden hat, wurde durch die Bornheimer praktisch ausgehebelt.

Mangels einer eigenen U23 und eines nicht für die U23 Regelung geschaffenen Regionalligakaders, wurde im Rhein-Main schon lange hinter vorgehaltener Hand über die Methode des FSV Frankfurt gemunkelt, dass einfach Platzhalter, in Form von verletzten oder nicht anwesenden Jugendspielern, im Spielberichtskader der Regionalligaspiele aufgeführt wurden, um diese Regelung zu erfüllen.

Beim Auswärtssieg des FSV Frankfurt in Bahlingen waren wohl wieder nur drei der vier vorgeschriebenen "Quotenspieler" einsatzbereit. Dem SC Bahlingen war diese Methode wohl nicht bekannt und hat daraufhin gegen die Wertung des Heimspiels gegen den FSV Frankfurt Protest eingelegt. Mit dem Ergebnis, dass dieser Einspruch auf Anraten der DFB-Gremien mangels Aussicht auf Erfolg zurück gezogen werden musste. Logisch, denn die entsprechenden Spieler müssen namentlich aufgeführt sein, es steht aber nirgends, dass diese auch anwesend bzw. einsatzbereit sein müssen. Eine eigentlich gut gedachte Vorgabe wurde somit regelkonform ausgehebelt.

Viele finanziell angekratzte Vereine, können sich den Unterhalt von Nachwuchsleistungszentren oder einer aufwendigen Jugendarbeit nun sparen und für dieses Geld den 20. oder 21. ausländischen Spieler verpflichten, der Ihnen zumindest den sportlichen Erfolg in Form des Klassenerhalts in der Regionalliga (4. Liga) sichert.   

 

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