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Durchmarsch in die Bundesliga und tiefer Fall

Der SSV Ulm 1846 bildete sich am 5. Mai 1970 aus den beiden größten Ulmer Sportvereinen, der Turn- und Sportgemeinde Ulm 1846 und dem 1. Schwimm- und Sportverein Ulm. Nach dem Zusammenschluss war der SSV Ulm 1846 mit über 8.300 Mitgliedern der größte deutsche Verein.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten am 20. Januar 2009 die Mitglieder einstimmig für die Ausgliederung der gesamten Fußballabteilung aus dem Hauptverein. Dies war eine zwingende Voraussetzung für das Sanierungsprogramm des hoch verschuldeten Vereins. Präsident des neuen eigenständigen Vereins SSV Ulm 1846 Fußball e. V. wurde René Mick.

Ab 1994 spielte man in der als neuem Unterbau zur 2. Bundesliga gegründeten Regionalliga Süd und belegte in den kommenden vier Spielzeiten stets vordere Plätze. 1996 gewann der SSV Ulm 1846 durch ein 2:1 gegen den VfR Mannheim im heimischen Donaustadion die deutsche Amateurmeisterschaft.

1997/98 wurde die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Ralf Rangnick Meister der Regionalliga Süd und schaffte über die 2. Liga anschließend den direkten Durchmarsch in die Bundesliga. Der Verein startete in die Zweitligasaison 1998/99 in der Rolle des Abstiegskandidaten, doch die Ulmer „Spatzen“ schafften nicht nur das vorgegebene Saisonziel, den Klassenerhalt, sie bewerkstelligten den für unmöglich gehaltenen Aufstieg als Tabellendritter hinter Arminia Bielefeld und der SpVgg Unterhaching. Damit gelang dem Verein zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte der Einzug ins Oberhaus.

Aus der Bundesliga musste sich der Verein allerdings nach nur einjähriger Zugehörigkeit im Jahr 2000 wieder verabschieden – wenn auch am Ende recht unglücklich. Zehn Spieltage vor Schluss schienen die „Spatzen“ nach einem überraschenden 2:1-Auswärtssieg beim Tabellendritten Hamburger SV der Abstiegszone schon entronnen. Ulm wies nach 24 Spieltagen als Tabellenzwölfter 30 Punkte auf und war damit der UEFA-Pokal-Zone näher als den Abstiegsrängen. Der Tabellen-16. Eintracht Frankfurt (22 Zähler) auf dem ersten Abstiegsplatz lag zu diesem Zeitpunkt acht Punkte zurück.

Doch es folgte am 18. März 2000 eine 1:9-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Bayer 04 Leverkusen, damit begann der Niedergang. In den letzten zehn Saisonspielen gelang den Schwarz-Weißen im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit dem 2:0 am vorletzten Spieltag nur noch ein Sieg sowie zwei Remis (1:1 gegen den VfB Stuttgart und 0:0 bei FC Schalke 04). Eintracht Frankfurt unter Trainer Felix Magath hatte aufgeholt und den SSV 1846 hinter sich gelassen. Am letzten Spieltag musste Ulm beim direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt antreten, wo man allerdings nur durch einen Sieg eine Chance auf den Klassenerhalt gehabt hätte und dies auch nur, weil die Frankfurter zuvor mit einem Punktabzug des DFB bestraft worden waren. Obwohl man zwischenzeitlich hatte ausgleichen können, verlor Ulm mit 1:2 durch einen von Horst Heldt geschossenen Elfmeter in der 90. Minute. Mit 35 Zählern nach 34 Spieltagen musste der SSV Ulm 1846 als Tabellensechzehnter absteigen.

Rund 15.000 Dauerkarten verkaufte der SSV 1846 in der Bundesligasaison an seine Fans, welche für einen Zuschauerschnitt von 21.500 Besuchern im zur Bundesligazeit mit Hilfe von mobilen Zusatztribünen auf 23.500 Plätze ausgebauten Donaustadion sorgten.

Danach gelang es den Ulmern nie mehr in vergleichbare Dimensionen vorzudringen. Immer wieder sorgten Sie mit Pokalüberraschungen deutschlandweit für Schlagzeilen. Doch der graue Alltag ist aus Ulmer Sicht seit Jahren die Oberliga bzw. die Regionalliga Süd.

Auch in diesem Jahr strebte man nach deutlich höheren Zielen, aber der Start und der Tabellenplatz nach elf Spieltagen scheinen auch diese Hoffnungen frühzeitig scheitern zu lassen.

 

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